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Veränderungsmeldung

Wo fängt man da an? Neuer Wohnort? Neues Autokennzeichen? Ernährung umgestellt? Klar, ist schließlich Januar. DER Monat schlechthin für gute, neue Vorsätze. Alles soll anders gemacht werden, raus aus dem Trott vom letzten Jahr, die Fehler nie wieder wiederholt, das Körpergewicht halbiert. NEIN! Ich habe schon im Dezember beschlossen, nichts zu ändern. Warum sollte ich?…

Wo fängt man da an? Neuer Wohnort? Neues Autokennzeichen? Ernährung umgestellt? Klar, ist schließlich Januar. DER Monat schlechthin für gute, neue Vorsätze. Alles soll anders gemacht werden, raus aus dem Trott vom letzten Jahr, die Fehler nie wieder wiederholt, das Körpergewicht halbiert.

NEIN!

Ich habe schon im Dezember beschlossen, nichts zu ändern. Warum sollte ich? Das letzte Jahr war nicht schlecht. Ja, ich habe wie immer doofe Entscheidungen getroffen. Aber mal ganz ehrlich? Das macht uns menschlich, und ohne dumme Entscheidungen würden wir im Leben nicht weiterkommen. Try and Error.

Das Wichtigste ist doch: ich habe mich von dem getrennt, was schlecht für mich war. Letztes Jahr schon. Einem Mann, der mir psychisch nicht gutgetan hat. Einem Wohnort, wo ich nie glücklich war, und nie wohnen wollte. Einem Job, der mehr Lust als Frust gemacht hat. Einer Belegschaft, die mich gehasst hat, weil ich sie dazu bringen wollte zu arbeiten, und ihren Vertrag zu erfüllen.

Ja, mal wieder kein Sexblog. Sorry Leute, aber mal ganz ehrlich. Habt Ihr echt gedacht, dass ich nur aus Sexgeschichten bestehe? Ihr freut Euch immer, wie toll ich schreiben kann. Habt Ihr echt gedacht, dass ich keine Gefühle habe? Funktioniere wie eine Maschine?

Es gibt tatsächlich Menschen in meinem Leben, die mir alles und jedes missgönnen. Die so mit sich selber beschäftigt sind, und dass sie ihr Schäfchen im trockenen haben, dass sie übersehen, wie sehr sie andere manipulieren, und sich damit ins eigene Fleisch schneiden. Es ist wie mit einem Kind, das seine Eltern hasst, und so lange sie beleidigt und schikaniert, bis es ausziehen muss. Und plötzlich bemerkt es, wie angenehm es zuhause war. Wäsche gewaschen, eingekauft, Kühlschrank voll, Klo geputzt. Aber dann ist es zu spät!

Nein, ich mach das nicht mehr. Ich renne niemandem hinterher. Ich lasse mich nicht behandeln wie ein Hund, nur um dann gesagt zu bekommen: wenn du dich mehr anstrengst, darfst du mitspielen. Nein, da scheiß ich drauf! Ich werde dieses Jahr 50. Ich bin zu alt für den scheiß. Ich muss nicht mehr mit den Jungen mithalten.

Wenn ein Kerl meine Aufmerksamkeit möchte, soll er winken. Wenn eine Frau mit mir befreundet sein will, sollte sie auf meine Nachrichten antworten. Wenn ein Kollege mit mir arbeiten will, gelten für ihn die gleichen Regeln wie für mich. Lügen ist sowas von kacke und unfair! Schlechtreden, hintenrum lästern, mobben, davon halte ich mich noch weiter entfernt. Das ist gemein, und Karma schlägt bei diesen Menschen besonders heftig zu.

Nein, das ist keine Abrechnung mit meinem Ex. Der ist für mich gestorben. Da bin ich drüber weg. Es ist auch kein Eingeständnis. Dreht mir nicht immer die Worte im Mund um. Das mag ich auch nicht. Ich bin nur grad verdammt wütend und verletzt. Jeder macht mal Fehler. Ich weiß, was ich bin.

Ich bin laut. Ich bin ungezügelt. Ich bin Workaholic und liebe meinen Job so sehr, dass ich nicht aufhören kann zu arbeiten. Übernehme jede Schicht, bin immer erreichbar, sage Dates dafür ab. Aber ich kann halt nicht so gut mit Menschen. Ich denke immer, wenn ich so bin, sind die auch so. Von welchem Planeten haben die mich nur geholt, dass ich immer noch nicht kapiert habe, dass die Menschen Leute wie mich nicht mögen?

Meine Chefs lieben mich, meine Kollegen hassen mich. Nein, ich schleime mich nicht ein. Ich will einfach nur zu 100 % meinen Job machen. Arbeit ist für mich halt nicht nur Geld verdienen. Ich mache nur, wozu ich spaß habe. Großer Fehler. Tja, so bin ich halt.

Und genauso halte ich es auch mit meinem Liebesleben. Manchmal bin ich maßlos. Ficke mit jedem. Befriedige Männer, und sie verlieben sich. Nicht meine Schuld. Das ist nicht gewollt. Ich bin Ablehnung gewohnt. Wenn Du mir Deinen Mann ausleihst, in mein Bett legst, damit Du fremd gehen kannst, warum wunderst Du Dich, dass er bei mir bleiben will? Ich will ihn nicht!!! Ich bin kein Beziehungsmensch. Ich brauche den Sex mit vielen Menschen. Männern und Frauen. TS und TV. Ich brauche die Vielfalt. Das versteht kaum jemand. Und wenn, dann sind diese Menschen bereits in einer Polybeziehung, in der sie sich verliebt haben.

Wer hätte gedacht, dass da ein Typ kommt, der sagt: hey, ich lebe das zwar nicht, aber akzeptiere, was du tust. Erzähl es mir nicht, aber komm heil und gesund zurück. Wenn ich sehe, dass Du nicht mehr sitzen kannst, weil du dir den Arsch so versohlen lässt, sag mir nicht wie er heißt, sonst hau ich ihn platt. Er hat seine Frauen, ich meine Männer. Und immer öfter haben wir uns. Wer hätte das gedacht.

Ein Arrangement ist in der Liebe definitiv nicht schlecht. Früher wurden Zwangsehen geschlossen. Um Macht auszuüben, Nachkommen zu zeugen, Familienfehden zu beenden. Manchmal wurde da Liebe draus. Meistens haben sich die Partner arrangiert, und zumindest tiefe Freundschaft und Achtung sich entgegengebracht. Warum nicht? Heutzutage hat niemand mehr Respekt voreinander. Frauen versuchen ständig allen zu gefallen. Flirten mit jedem Kerl, um ständig zu hören, wie toll sie sind. Männer werden gezwungen in ein Schema zu passen, um attraktiv zu sein.

Wo ist die Welt hingekommen? Ein einziges Minenfeld, ein Spießrutenlauf, den niemand gewinnen kann. Und dazwischen ein Mann und eine Frau, die mitten in diesem Chaos Händchen halten, sich in die Augen sehen, und ineinander versinken. Davon träumen wir doch. Ich habe selten so viele Liebesfilme in Netflix, Amazon und Disney gesehen als in letzter Zeit. Also warum sehen wir uns Gefühle im Fernsehen an, wollen sie aber selber nicht ausleben?

Huch, sind wir doch wieder im Kinkybereich gelandet. Für mich war es immer einfach mich zu verlieben, was Positives an jedem zu finden. Aber die Menschen mochten mich einfach nicht. Zu laut, zu hibbelig, zu viel, zu sexy, zu extrem. Seit wann ist das zu was Schlechtem geworden? In den Clubs hat man das gefeiert und geliebt, aber im Alltag war es unerwünscht? Warum findet das wahre Leben immer hinter verschlossenen Türen statt? Wer bestimmt, dass man vordergründig immer geschniegelt und gestriegelt offensichtlich angepasst sein soll?

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade die Leute, die Erfolg haben, eine perfekte Partnerschaft, im Inneren mega unglücklich sind, und das ständig aufs Spiel setzten, indem sie spielen, Fremdgehen, Affären haben, oder riskante Geschäfte tätigen. So als müssten sie aus einem inneren Zwang ausbrechen. Und genau diese Menschen zeigen mit dem Finger auf mich, weil ich dieses Leben lebe.

I live on the dark side. Black sheep by own choice. Ich habe es so satt angepasst zu sein. Ich war immer schon so. Es strengt mich viel zu sehr an, sich anzupassen, zu funktionieren. Dann kündige ich lieber meinen Job, verlasse meine Familie und meinen Partner. Aber ich muss einfach frei sein. Ich lebe Sex. Ich bin Sex. Ein Pheromon auf zwei Beinen. Mann riecht das, und Frau sieht es. Und es ist nicht schlimm.

Dieser kleine, winzige Augenblick, als sich unsere Augen trafen, und eine Synapse im Hirn durchbrannte. Wir haben einfach weiter gemacht. Nichts geändert. Aber genau das war wohl der Startschuss für unsere Mitmenschen. Wie Harpyien sind sie über uns hergefallen, und haben gelästert, gebohrt, versucht es zu zerstören. Und als sie gescheitert sind, weil da halt nix war, haben sie das schwächste Glied der Kette zerstört.

Aber jetzt ist Schluss damit. Hiermit oute ich mich. Ich bin, was ich bin. Ihr habt es immer gewusst. Und wenn ich das nur sein kann, wenn ich nachgebe und dich gewinnen lasse, dann ist das so. ….you can’t hurt me now, can’t hold me down. …can’t hang your chains on me when your six feet deep…!

REST IN  PEACE!!!!!

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