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Was ist kinky?

Es ist nicht kinky, wenn ein Typ im Forum fragt: wann seid ihr denn da? Suche Frau zum … Es ist unterirdisch erniedrigend, wenn ein Mann eine Frau zur Benutzung frei gibt. Zumindest für mich. Ja, ich steh auf Sex. Viel Sex. Stundenlang. Viele Männer, viele Schwänze. Aber ich lasse mich definitiv nicht darauf reduzieren!!!…

Es ist nicht kinky, wenn ein Typ im Forum fragt: wann seid ihr denn da? Suche Frau zum …

Es ist unterirdisch erniedrigend, wenn ein Mann eine Frau zur Benutzung frei gibt. Zumindest für mich. Ja, ich steh auf Sex. Viel Sex. Stundenlang. Viele Männer, viele Schwänze. Aber ich lasse mich definitiv nicht darauf reduzieren!!! Das ist nicht kinky, das ist dumm und sexistisch!

Ich verfolge nun schon seit längerem auf Instagram so Seiten wie kinkcompass oder femalevolution. Was mich immer wieder total aufregt, und ich jedes Mal was reposte. Aber noch viel schlimmer finde ich, dass ich danach nicht zurück ins Kino kann, weil ich so männerfeindlich bin.

So widern mich an. Diese schwanzgesteuerten, degenerierten Looser, die nur dort eine Frau aufreißen können. Ja, hat sie so geschrieben. Ich habe mich jahrelang geschämt, weil ich es mag, gefickt zu werden, bis ich keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Es war mir peinlich, mehr als einen Mann zu wollen. Gangbang und HÜ favorisierte und auch dementsprechende Veranstaltungen besuchte.

Warum hat nie ein Mann zu mir gesagt: es ist okay. Du bist eben so. Ich bin auch so. Lass es uns gemeinsam machen. Und danach nehme ich Dich in den Arm. Wertfrei, ohne Vorurteil, ohne Vorwurf. Nur, weil ich weiß, dass Du das brauchst.

Nein. Die Männer haben mir beigebracht, dass ich monogam sein muss. Dass etwas mit mir nicht stimmt, weil ich zwar guten Sex mit einem Mann habe, aber trotzdem die Abwechslung brauche. Ich habe mich immer unsicher gefühlt.

Seit ich es lebe, geht es mir aber nicht besser. Die Zeiten haben sich geändert. Männer finden mich toll. Sie schreiben mich an, ob ich mit ihnen ficken will, schicken mir ihre Adresse, stecken mir ihre Nummer zu. Sie teilen, verleihen mich, rühmen sich mit mir, weil ich neben ihnen liege, während mich ein anderer bumst.

Sie sagen sie kennen mich, wären mit mir befreundet. Aber wenn ich aufstehe, erlischt der Zauber. Ich bin eine Unbekannte. Niemand nimmt mich in den Arm. Von denen würde niemals einer auch nur auf den Gedanken kommen mir einen Kaffee auszugeben oder gar etwas außerhalb von Sex zu unternehmen.

Sie verstehen nicht, dass ich mich benutzt fühle wie eine kostenlose Nutte. Dass ich nicht mehr kinky sein will, weil es einsam macht. Mein Körper braucht das. Und der Sex ist die einzige Variante Körperkontakt zu haben. Was für eine Wahl habe ich? Habe ich vielleicht doch zu viel Herz und Gefühl? Passe ich doch nicht in diese kinky Szene? Aber wo passe ich denn sonst hin? Was bin ich?

Ich weiß, was ich will. Nur in der Gesellschaft, in der ich mich bewege, bekomme ich das nicht. Allerdings kann ich unmöglich eine Dating Website aufsuchen. Denn selbst da, fischen die Männer nach sexuellen Gefälligkeiten. Und wenn sich ein Mann für mich interessiert, dann liegt es an meinem Hunger. Sie finden es geil, mich zu verleihen, und dass ich immer wieder zurückkomme. Sie benutzen mich, weil sie wissen ich brauche den Sex, die Vertrautheit und die Nähe.

Bin ich einsam? Ja verdammt, das bin ich. Aber ich will keinen Sklaven, der immer ja zu allem sagt. Mein Mann soll die gleichen Freiheiten haben wie ich. Aber bitte ehrlich sein. Nicht sagen: ich liebe nur dich, du bist die einzige, mit der ich Sex haben will. Ehrlich wäre: außer dir will mich keine. Ich bin untervögelt, und wenn ich wieder mal im Club war und keine gefickt habe, bist zum Glück du da, die es mir besorgt.

Ich bin nicht der Abfall. Nicht der sichere Hafen. Es ist nicht meine Natur dauernd zu flirten und zu reizen. Wenn ich einen Köder auswerfe, dann will ich es auch erlegen. Ich will das Feuer in seinen Augen sehen. Die Lust. Das Verlangen. Ich gehöre nicht zu den Frauen, die das für ihre Selbstbestätigung brauchen. Ich mache das für den Kick. Das Abenteuer jemanden zu verführen. Einen Schwanz. Den Sex

Ja, lieber Leser, ich jammre schon wieder rum. Liegt wohl daran, dass mich mal wieder ein Typ gefickt hat. Nicht nur körperlich, sondern und vor allem seelisch. Und danach sind andere gekommen, die genau das Gleiche wollten. Ich bin nicht nur Sex. Manchmal brauch ich ne Schulter anstatt nen Schwanz. Das sieht nur keiner. Weil ich doch ach so ne starke Frau bin.

Ich würde so gern mal ausruhen. Schwach sein. Einfach nur gestreichelt werden. Ohne Angst haben zu müssen, ohne Erwartung, ohne Vorwürfe. Aber du bist eine starke Frau, du sagst ich brauch das nicht. Und wenn doch, dann soll ich zuhause bleiben. Leise weinen, dass du es nicht siehst. Ich kann wiederkommen, wenn die Tränen verschwunden sind, und ich dich wieder ranlasse.

Echt jetzt? Wenn das kinky ist, dann will ich das nicht mehr.

Ich habe Happy Ends gesehen.

Ich weiß, dass es sie gibt. Ich hätte jetzt auch gern mal eins!

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